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Die Legende des schwarzen Hahns, das Symbol des Chianti Classico
Der schwarze Hahn ist ein sehr wichtiges Symbol für alle Chianti Classico-Erzeuger. Wenn er auf dem Hals oder dem Etikett einer Flasche angebracht ist, kann man damit einen Wein, der wirklich im Chianti Classico-Gebiet hergestellt wurde, von denen unterscheiden, die ausserhalb dieses Gebiets produziert wurden. In der übrigen Toskana wird der Chianti ohne die Bezeichnung „Classico“ und ohne den Schwarzen Hahn hergestellt.
Das verwendete Symbol hat seinen Ursprung vor mehreren Jahrhunderten. Es wurde von der Lega del Chianti verwendet, einer politisch-militärischen Institution, die von der Republik Florenz geschaffen wurde, um das Gebiet des Chianti zu kontrollieren. Doch hinter dieser Wahl verbirgt sich eine faszinierende Legende.
Die Geschichte besagt, dass im Mittelalter nach jahrelangen blutigen Kriegen zwischen den Republiken Florenz und Siena beschlossen wurde, die Grenzen durch einen einzigartigen Wettbewerb festzulegen.
An einem bestimmten Tag sollte beim ersten Krähen des Hahns ein Reiter aus der jeweiligen Stadt galoppieren. An dem Punkt, an dem sie aufeinandertreffen würden, sollte die künftige Grenze gezogen werden.
Die Sienesen wählten einen weissen Hahn, den sie in den Tagen vor dem Wettstreit verwöhnten und fütterten. Die Florentiner hingegen wählten einen schwarzen Hahn, den sie in einen ungemütlichen Käfig sperrten und fasten liessen.
Am Tag des Wettkampfs krähte der schwarze Hahn, verzweifelt durch Hunger und Enge, lange vor Sonnenaufgang. So konnte der Florentiner Reiter mit einem enormen Vorsprung aufbrechen, während der satte und entspannte weisse Hahn der Sienesen erst lange nach dem ersten Morgengrauen erwachte.
So trafen die Reiter nur wenige Kilometer nach der Stadtgrenze von Siena nahe bei Fonterutoli aufeinander, wo noch heute der historische Grenzstein steht.
