Primitivo, ein Süsswein?
Warum schmecken gewisse Rotweine wie der Primitivo „süss“ und werden von der Mehrheit der Kunden geschätzt? Die Antwort liegt in der harmonischen Verbindung von drei wesentlichen Substanzen, die für Weichheit und Fülle verantwortlich sind.
Die tragenden Säulen der Textur:
Der Klimawandel führt zu zunehmend warmen Temperaturen, wodurch die Trauben bereits am Rebstock viel Zucker einlagern. Dies resultiert bei bestimmten Rotweinen in einem Alkoholgehalt von 14–15 % oder sogar mehr.
Der Primitivo aus Süditalien ist ein Paradebeispiel für diese Weine. Er zeichnet sich durch weiche Tannine, einen hohen Alkoholgehalt und enorme Fülle aus – je nach Ausbau mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Restzuckergehalt, der das Geschmacksprofil abrundet.
Wussten Sie schon?
Primitivo bedeutet keineswegs, dass die Traube „primitiv“ ist. Der Begriff entstammt dem Lateinischen primitivus, was so viel wie „zuerst reifend“ bedeutet.
